Definiere Freiheit

Es ist ein allgegenwärtiges Thema.

Mittlerweile schon seit Monaten. Und wie so oft im Leben ist es so, dass wir uns erst durch das Wegfallen eines bestimmten Zustands dessen so richtig bewusst werden. Dass wir uns erst dann damit auseinandersetzen.

Was bedeutet Freiheit für mich?

Für meine Gedanken habe ich weder Wikipedia befragt, noch sonst irgendeine Literatur geschmökert. Es ist meine ganz eigene, persönliche Definition, die weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Richtigkeit erhebt.

Freiheit hat für mich viele Gesichter und Facetten.

In erster Linie bringe ich damit Selbstbestimmung in Verbindung. Das bedeutet vor allem, die freie Wahl in allen Belangen, die mich selbst betreffen, zu haben. Und damit meine ich eine echte, freie Wahl, die keine im Vorfeld bereits manipulierten Konsequenzen nach sich zieht. Eine Wahl, die nicht durch eine in Aussicht gestellte Belohnung oder Bestrafung absichtlich beeinflusst wird.

Diese Freiheit bedeutet, dass wir frei entscheiden können, wo und wie wir leben möchten und wir uns frei bewegen können.

Dass wir die alleinige Entscheidungshoheit über unseren Körper haben.

Dass wir frei entscheiden können, wie wir unsere Kinder bilden wollen und welche Bildungsinhalte wir für wichtig und sinnvoll erachten.

Dass wir frei wählen können, wie unsere Kinder geboren werden und wie wir selbst diese Erde wieder verlassen möchten.

Freiheit ist für mich ein unverhandelbares Grundrecht, das jeder Mensch durch seine Geburt bereits in sich trägt. Die Vorstellung, dass wir uns dieses Grundrecht erst erarbeiten oder verdienen müssen, ist einfach nur grotesk. Kein Mensch der Welt hat das Recht dazu, solche Bedingungen aufzustellen.

Freiheit erfordert automatisch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Es bedeutet die Übernahme von Verantwortung. Verantwortung in allererster Linie und vorrangig für uns selbst. Wenn wir frei denken, sprechen, entscheiden und handeln möchten, müssen wir folglich auch die volle Verantwortung dafür übernehmen.

Das ist wahrscheinlich auch der Knackpunkt, weshalb so viele Menschen gar nicht frei leben wollen. Es ist um so vieles bequemer, die Verantwortung an andere abzugeben und die Schuld im außen zu suchen.

Und natürlich gehört auch Achtsamkeit zur Freiheit. Freiheit bedeutet nicht, wie ein ferngesteuerter Zombie durch das Leben zu laufen. Frei zu leben beinhaltet auch, aus freien(!) Stücken auf Mitmenschen, andere Lebewesen und die Umwelt zu achten.

Und spätestens da höre ich schon wieder einige rufen, dass die Menschheit als Ganzes dazu gar noch nicht in der Lage ist.

Ja, das mag so sein. Dennoch begründet das für mich keine allumfassende Kollektivstrafen. Und nichts anderes wird schon seit Jahren in allen möglichen Bereichen als Regulativ eingesetzt.

Freiheit ist unser aller angeborenes Grundrecht.

Unverdienbar.

Unverhandelbar.

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